Ende November 2007 schockierten die Medien ganz Deutschland vor allem mit einer Nachricht aus dem sächsischen Ort Mittweida: Vier rechtsextreme Täter sollen Anfang November 2007 ein 6
Jahre altes Mädchen belästigt und einer zur Hilfe eilenden 17-jährigen Frau brutal ein Hakenkreuz in die Hüfte geritzt haben.
Die junge Frau, die dem Kind helfen wollte, wurde scheinbar selbst zum Opfer und wie eine Heldin behandelt. Sie wurde sogar für den Verdienstorden des Freistaats vorgeschlagen. Die Stadt
reagierte zudem mit Mahnwachen, Gottesdiensten und Protestkundgebungen gegen Rechtsextremismus, aus diesem Anlass.
Doch bereits im Dezember stellte sich heraus, dass die Heldin vielleicht gar keine Heldin ist und ihre bis dahin glaubwürdige Geschichte begann langsam zu bröckeln. Obwohl die Aussage der
vermeintlichen Heldin anfangs ausdrücklich als glaubwürdig verkauft wurde, wurde gegen die nunmehr volljährige Frau Klage erhoben – wegen Vortäuschung einer
Straftat.
Bereits im ersten Rechtsgutachten konnte nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass sie sich das auffällig gleichmäßige Hakenkreuz selbst in die Hüfte ritzte.
Schließlich sollen 3 der Täter sie beim ritzen festgehalten haben, während sie sich massiv gewehrt haben soll. Ein zweites Gutachten stützte diesen Verdacht dann
zusätzlich. Außerdem belasten sogar die Familienangehörigen der damals 6-jährigen ihre Aussage. Dass mutmaßlich belästigte Kind soll sich zu der fraglichen Zeit bei
einem Handballspiel befunden haben. Weitere Zeugen , die diese Tat beobachten haben, konnten bis heute nicht ermittelt werden.
Rebecca K. weist weiterhin alle Vorwürfe, die gegen sie lauten, zurück. Ihr Anwalt kritisiert die laufenden Ermittlungen als halbherzig und spricht von einer "Einschüchterungslage",
so dass mögliche Zeugen sich nicht trauen würden eine Aussage zu machen, mit der sie das Opfer in ihrer Aussage bekräftigen könnten.
Groteskerweise erhielt Rebecca K. dennoch Anfang des Jahres den "Ehrenpreis für Zivilcourage", welches ihr das "Bündnis für Demokratie und Toleranz" verlieh. Trotz starker und
berechtigter Zweifel und laufender Ermittlungen gegen sie, meinte die Beiratsvorsitzende Cornelie Sonntag-Wolgast während der Verleihung: "Wir haben keine belastbaren Hinweise dafür, dass
sie nicht glaubwürdig ist".
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