"Ich kann nichts dafür. Das liegt an meinen Genen!" Dies wird man nun wohl mehr und mehr zu hören bekommen, wenn Raucher ihr Laster rechtfertigen wollen. Und glaubt man den US-Forschern
im Journal "PloS Genetics" haben diese sogar Recht. Für diese Studie wurden fast 3000 aktive und auch ehemalige Raucher gefragt, die zudem eine DNA-Probe abgaben. Das Resultat: Menschen mit
einer bestimmten Gen-Variante haben ein höheres Risiko, später in ihrem Leben stark nikotinabhängig zu sein.
Die Abhängigkeit wird des Weiteren vom Alter beeinflusst. Desto jünger der Konsument, desto größer das Abhängigkeitsrisiko im späteren Leben. Dies belegten bereits
vorherige Untersuchungen.
Nun legten sich die Forscher auf das 17. Lebensjahr fest. Jugendliche, die bereits vor ihrem 17. Lebensjahr täglich zum Glimmstengel greifen und zudem auch die oben erwähnte Gen-Variante
besitzen, sind demnach enorm gefährdet. So fanden die Forscher durch diese Studie heraus, dass die Menschen, die vor dem 17. Geburtstag mit dem Rauchen angefangen haben und gleichzeitig das
bestimmte Gen besitzen, ein 1,6 bis fünffach höheres Risiko haben, in den Teufelskreis der Abhängigkeit zu geraten.
Glaubt man den Forschungsergebnissen, so sollte das Rauchverbot für Minderjährige deutlich mehr Beachtung finden. Ob sich nun aber jeder Nikotinabhängige auf sein eventuell
vorhandenes "Rauchergen" berufen sollte, ist fraglich.
Quelle: n-tv.de
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